
Zombies
Mythen |
Zombies sind seit langer Zeit ein fester Bestandteil der Popkultur. Ursprünglich aus dem haitianischen Voodoo-Glauben stammend, bilden sie heute in zahlreichen Filmen, Büchern und Videospielen das Zentrum apokalyptischer Szenarien. In der Fiktion werden Zombies typischerweise als lebende Tote, also reanimierte Leichname, dargestellt, die sich durch ihren Hunger auf menschliches Fleisch auszeichnen. Vor allem in der modernen Unterhaltungsindustrie haben sie sich zu einem vielfältigen Phänomen entwickelt, das nicht nur in Horror-Genres seinen Platz findet, sondern auch in Komödien, Action und sogar Liebesgeschichten. Wissenschaftlich betrachtet gibt es keine Belege für die Existenz von Zombies, wie sie in der Unterhaltungsindustrie präsentiert werden. Dennoch nutzen Forscher das Thema gelegentlich, um auf spielerische Weise ernsthafte Themen wie Seuchenausbreitung oder Notfallplanung zu erörtern.
Zombies in der Voodoo-Kultur
Die ersten Berichte über Zombies stammen aus dem haitianischen Voodoo-Glauben, wo der Begriff "zombi" eine Person bezeichnet, die von einem Zauberer durch Magie in einen willenlosen Sklaven verwandelt wurde. In diesen Erzählungen hat der Wiedergänger keinen eigenen Willen und ist unter der Kontrolle desjenigen, der ihn wiederbelebt hat. Dieses Konzept des Zombies ist eng verbunden mit der Geschichte der Sklaverei und den Ängsten der Bevölkerung vor Knechtschaft und dem Verlust der Autonomie.
Zombies in Film und Literatur
Der moderne Zombie, wie er weltweit bekannt ist, wurde maßgeblich durch George A. Romeros Film "Night of the Living Dead" aus dem Jahr 1968 geprägt. Hier wurden Zombies als langsame, schlurfende Untote dargestellt, die die Lebenden jagen. Romero schuf eine Metapher für gesellschaftliche Ängste und Probleme, die er auch in mehreren Fortsetzungen weiterführte. In der Literatur und später ebenso in Filmen und Games entwickelte sich die Darstellung der Zombies weiter und es entstanden diverse Variationen. Die Palette reicht von übernatürlichen Wesen bis hin zu biologisch erklärbaren Phänomenen, bei denen ein Virus oder ein Parasit für die Zombie-Apokalypse verantwortlich ist. Autoren wie Max Brooks mit seinem Buch "World War Z: An Oral History of the Zombie War" erforschten die Thematik auf globaler Ebene und wie unterschiedliche Kulturen und Regierungen auf eine solche Bedrohung reagieren könnten.
Zombies in der Wissenschaft
Trotz der Popularität der Zombies in der Fiktion gibt es in der Wissenschaft keinerlei Hinweise darauf, dass Tote wieder zum Leben erweckt werden können. Dennoch ist das Konzept für einige Wissenschaftler interessant, insbesondere in den Bereichen der Epidemiologie und der psychologischen Forschung. Sie nutzen das Szenario der Zombie-Apokalypse, um Modellierungen von Krankheitsausbreitungen oder das Verhalten von Menschen in Paniksituationen zu studieren. Diese ernsthaften Untersuchungen dienen dazu, Verständnisse für das Verhalten von Infektionskrankheiten zu schärfen oder Notfallpläne für reale Epidemien zu erstellen.
Abschließende Betrachtung
Obwohl Zombies ein faszinierendes und beliebtes Element der fiktionalen Unterhaltung sind, bleiben sie im Bereich der Mythen und Geschichten. Sie bieten jedoch eine reiche Quelle für Metaphern und hypothetische Szenarien, die in angrenzenden Feldern wie der sozialen Forschung oder der Vorbereitung auf echte Krisen ihren Nutzen finden. Die Faszination für das Thema Zombies scheint ungebrochen und es ist davon auszugehen, dass sie noch lange Zeit Teil unserer kulturellen Landschaft sein werden.
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