
Opus Dei
Gesellschaft | Religion Kirche
Opus Dei, auch bekannt als das Werk Gottes, ist eine Institution der römisch-katholischen Kirche. Sie wurde 1928 von dem spanischen Priester Josemaría Escrivá de Balaguer gegründet und hat heute weltweit mehr als 90.000 Mitglieder. Obwohl es sich bei Opus Dei um eine weitgehend laikale Organisation handelt, hat es auch seine eigenen Priester und Bischöfe. Opus Dei betont persönliche Heiligkeit, apostolischen Eifer und die Bedeutung der Christlichen Lehre im täglichen Leben.
Geschichte
Opus Dei wurde am 2. Oktober 1928 gegründet, als Josemaría Escrivá, ein junger Priester in Madrid, Spanien, die Inspiration hatte, eine neue Organisation ins Leben zu rufen, die sich den Herausforderungen der modernen Welt stellt und bei der Laien denselben Grad an Hingabe an das geistige Leben zeigen könnten wie Priester und Ordensleute. Im Jahre 1950 erkannte Papst Pius XII. Opus Dei offiziell als säkulare Institution an. 1982 verlieh ihm Papst Johannes Paul II. den Status einer Personalprälatur. Diese seltene kirchenrechtliche Stellung ermöglicht es dem Leiter von Opus Dei, einem Prälaten, direkt vom Papst ernannt zu werden und Geistliche sowie Laien Mitglieder weltweit zu leiten.
Lehre und Spiritualität
Die Spiritualität von Opus Dei betont die Heiligung durch Arbeit und das tägliche Leben. Es lehrt, dass jeder Christ berufen ist, ein heiliges Leben zu führen und den Glauben im alltäglichen Kontext zu verbreiten, insbesondere durch die Arbeit und das Familienleben. Diese Lehre basiert auf der Vorstellung, dass das gewöhnliche Leben eine Möglichkeit zur Begegnung mit Gott ist, und fördert so die Idee, dass Arbeit und gewöhnliche Aktivitäten eine göttliche Komponente haben können.
Struktur und Organisation
Opus Dei wird von einem Prälaten geleitet, der seinen Sitz in Rom hat und vom Papst ernannt wird. Die Organisation wird zentral verwaltet, weist jedoch regionale und lokale Strukturen auf. Mitglieder von Opus Dei können entweder Numerarier, Supernumerarier oder Assozierte sein. Numerarier sind vollzeitliche Mitglieder, die sich oft für ein Leben in Keuschheit entscheiden und in Zentren von Opus Dei leben. Supernumerarier sind verheiratete Mitglieder, die in der Welt leben und arbeiten. Assoziierte sind Mitglieder, die größtenteils wie die Numerarier leben, aber aus praktischen oder persönlichen Gründen nicht in den Zentren wohnen.
Kritik
Im Laufe der Jahre ist Opus Dei aufgrund seiner angeblichen Geheimhaltung, elitären Haltung und straffen Organisation in die Kritik geraten. Einige Kritiker werfen der Organisation vor, sie übe zu viel Einfluss auf politische Entscheidungsträger aus und missbrauche spirituelle Mittel, um weltliche Macht zu erlangen. Opus Dei stellt sich gegen diese Vorwürfe und betont seine Offenheit und sozialen Bemühungen sowie sein Engagement für die Lehre der katholischen Kirche.
Einfluss und Wirken von Opus Dei
Opus Dei hat einen signifikanten Einfluss in der katholischen Welt, insbesondere durch die Einrichtung von Schulen, Universitäten und anderen Bildungszentren. Darüber hinaus ist es in der Verbreitung des katholischen Glaubens durch seine vielen Mitglieder und deren Aktivitäten aktiv. Es fördert auch zahlreiche soziale Projekte weltweit, darunter Armenviertel-Programme, Krankenhäuser und technische Ausbildungszentren.
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